Zahnarzt und Zahnersatz
Sonstige zahnärztliche Sonderleistungen (z.B. Zahnersatz) müssen nicht
vorab anerkannt werden. Sie sind allerdings nicht in voller Höhe
beihilfefähig.
Bitte beachten Sie hierzu:
Anlage 2
(zu § 6 Abs. 1 Nr. 1 HBeihVO)
Beihilfefähigkeit von zahnärztlichen und kieferorthopädischen
Leistungen (gültig ab 07.11.2006)
- Zahnärztliche und kieferorthopädische Leistungen sind nach folgenden
Maßgaben beihilfefähig.
- Aufwendungen nach den Abschnitten C Nr. 214 bis 217 und Nr. 220 bis 224,
F, G (ausgenommen Aufwendungen für Personen, die das 18. Lebensjahr noch
nicht vollendet haben), H, J, und K des Gebührenverzeichnisses der Gebührenordnung
für Zahnärzte sind nur beihilfefähig, wenn Beihilfeberechtigte
nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 und 4 bei Behandlungsbeginn mindestens ein Jahr
ununterbrochen dem öffentlichen Dienst (§ 40 Abs. 6 des Bundesbesoldungsgesetzes)
angehören.
- Aufwendungen für Material- und Laborkosten (einschließlich zahntechnischer
Leistungen, Edelmetalle und Keramik), die nach den Abschnitten C Nr. 213 bis
232, F, H, J und K des Gebührenverzeichnisses der Gebührenordnung
für Zahnärzte berechnet werden, sind zu 60 vom Hundert beihilfefähig.
- Aufwendungen für kieferorthopädische Leistungen sind beihilfefähig,
wenn
- die behandelte Person bei Behandlungsbeginn das achtzehnte Lebensjahr
noch nicht vollendet hat; die Altersbegrenzung gilt nicht bei schweren
Kieferanomalien, die eine kombinierte kieferchirurgische und kieferorthopädische
Behandlung erfordern.
- ein Heil- und Kostenplan vorgelegt wird.
- Aufwendungen für funktionsanalytische und funktionstherapeutische Leistungen
(Ziffern 800 - 810 GOZ) sind nur beihilfefähig bei Vorliegen folgender
Indikationen:
- Kiefergelenk- und Muskelerkrankungen (Myoarthropathien),
- Zahnbetterkrankungen - Parodontopathien -,
- umfangreiche Gebisssanierung, d. h. wenn in jedem Kiefer mindestens
die Hälfte der Zähne eines natürlichen Gebisses sanierungsbedürftig
ist und die richtige Schlussbissstellung nicht mehr auf andere Weise feststellbar
ist,
- umfangreiche kieferorthopädische Maßnahmen.
Außerdem ist der erhobene Befund nach Blatt 3 des nach Nr. 800 des Gebührenverzeichnisses
der Gebührenordnung für Zahnärzte vorgeschriebenen Formblatts
zu belegen.
- Aufwendungen für implantologische Leistungen einschließlich der
vorbereitenden Maßnahmen sind bei Vorliegen einer der folgenden Indikationen
beihilfefähig:
- nicht angelegte Zähne im jugendlichen Erwachsenenbiss, wenn je
Kiefer weniger als acht Zähne angelegt sind,
- bei großen Kieferdefekten infolge Kieferbruch oder Kieferresektion,
wenn auf andere Weise die Kaufähigkeit, nicht hergestellt werden
kann.
In anderen Fällen sind die Aufwendungen für mehr als zwei Implantate
je Kieferhälfte, einschließlich vorhandener Implantate, von der
Beihilfefähigkeit ausgeschlossen. Aufwendungen für Suprakonstruktionen
sind ohne Einschränkung beihilfefähig; Nr. 3 und 9 bleiben unberührt
- Nicht beihilfefähig sind die
- Aufwendungen für Leistungen, die auf der Grundlage einer Vereinbarung
nach § 2 Abs. 3 der Gebührenordnung für Zahnärzte
erbracht werden, ausgenommen Verblendungen im Seitenzahngebiet,
- Mehraufwendungen für große Brücken, soweit mit diesen
mehr als vier fehlende Zähne je Kiefer oder mehr als drei fehlende
Zähne je Seitenzahngebiet ersetzt werden; werden durch mehrere Einzelbrücken
je Kiefer im einzelnen nicht mehr als drei oder vier fehlende Zähne,
insgesamt aber mehr als vier fehlende Zähne ersetzt, sind die Aufwendungen
beihilfefähig.
- Mehraufwendungen für mehr als zwei Verbindungselemente, bei einem
Restzahnbestand von höchstens drei Zähnen für mehr als
drei Verbindungselemente, je Kiefer bei Kombinationsversorgungen.
- Bei in der gesetzlichen Krankenversicherung Versicherten sind bei der Versorgung
mit Zahnersatz und Zahnkronen 65 vom Hundert als gewährte Leistung anzurechnen.
- Angemessene Material- und Laborkosten sind auch bei der Behandlung durch
privatliquidierende Zahnärzte die für gesetzlich krankenversicherte
Personen berechenbaren Aufwendungen. Material- und Laborkosten, die auf die
Sätze der gesetzlichen Krankenversicherung umgerechnet sind oder zu denen
die gesetzliche Krankenversicherung keine Leistungen erbringt, sowie Edelmetallkosten
sind in voller Höhe zu berücksichtigen. Aufwendungen, für die
eine Umrechnung nicht vorgelegt wird, sind nur zu 75 vom Hundert zu berücksichtigen.
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Sehr geehrte Damen und Herren, wir sind montags bis donnerstags in der Zeit von 08:00 Uhr bis 16:30 Uhr telefonisch unter der Nummer 0561-106 1550 zu erreichen. Das Hessische Ministerium des Innern hat der Beihilfestelle als Ziel gesetzt, Beihilfeanträge innerhalb von 10 Arbeitstagen (nach Posteingang) zu bescheiden. Dieses Ziel wird seit September 2007 durchgängig erfüllt, oft sogar deutlich unterschritten: Im Jahresschnitt wird eine Bearbeitungszeit von nur 5 Arbeitstagen erreicht. Trotzdem häufen sich in Zeiten hoher Antragseingänge (immer zum Jahreswechsel, vor und nach den hessischen Schulferien) Anfragen zum Bearbeitungsstand. Bitte sehen Sie davon ab, solange sich die Bearbeitungszeit im Rahmen von 10 Arbeitstagen (nach Posteingang) bewegt. Ansonsten werden die zur Verfügung stehenden Telefonleitungen unnötig blockiert. Es bleibt weniger Zeit für inhaltliche Sachauskünfte. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Ab dem 07.04.2010 sind eingetragene Lebenspartnerschaften in ihrer Rechtswirkung in der Beihilfe den Ehen gleichgestellt; Lebenspartnerinnen und Lebenspartner sind ab diesem Zeitpunkt wie Ehegatten, frühere oder überlebende Lebenspartnerinnen und Lebenspartner wie geschiedene oder verwitwete Ehegatten nach der Hessischen Beihilfenverordnung zu behandeln. Mit freundlichen Grüßen Ihre Beihilfestelle
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